Unsicherheit aushalten

Gerade müssen wir so Einiges aushalten und dabei mit viel Unsicherheit und unseren Ängsten umgehen (lernen).
Egal, ob Du jeden Tag zur Arbeit gehst, im Home-Office arbeitest (vielleicht zum ersten Mal) oder quälend lange Tage zu Hause durchlebst, weil Dein Unternehmen alle Kollegen in Kurzarbeit geschickt hat. Egal ob Chef, Angestellter, (plötzlich) systemrelevant oder Schüler und Student – ein wenig Angst begleitet uns alle dabei.

Nicht dauernd und immerzu, aber ab und an lenkt sie unsere Gedanken auf das Geschehen „da draußen“ und die Ungewissheit, wie es weitergehen wird. Das ist ganz normal, denn wir sind in einer Situation, die komplett neu für uns ist. Ein praktisch weltweiter Shutdown und eine Pandemie. DAS nenne ich mal „Neuland“.

Viele von uns haben bereits Existenzangst als Freiberufler oder kleines Unternehmen, als Angestellte in der Veranstaltungs-, Hotel-, Reisebranche etc. … Andere sorgen sich um ihre Lieben, die plötzlich „Risikogruppe“ genannt werden und um ihre eigene Gesundheit.

Wir wurden alle mehr oder minder überrascht von der Situation in welcher wir uns gerade wiederfinden. Gerade hatten wir doch noch gedacht: „… ja, dort in China, … da war ja schon mal … haben die ja immer … usw.“ Und plötzlich ist Covid 19 in Europa, sehen wir, wie in Italien und Spanien die Menschen erkranken, wie Grenzen geschlossen werden, Politiker Schnappatmung bekommen und von ihnen erwartet wird, dass sie handeln, uns sagen wie es nun weiter geht und der Staat uns wenigstens ein paar unserer Ängste nimmt oder lindert. Plötzlich bekommt der unsere Sympathie, der uns alle und die Situation vermeintlich am besten managen kann, Autorität ist gefragt wie nie …
Und wir? Sind wie gelähmt.

Stehen da, mit Angst und Unsicherheit und sind überfordert, erschrocken und vielleicht ein wenig ratlos.
Weil das auf einmal alles so unwirklich ist, stille Straßen, kein Austausch mit Freunden, kein spontanes Treffen in der ersten Frühlingssonne …
Sondern besonnen handeln, zu Hause bleiben, vielleicht allein und andere schützen – auch uns selbst.

Wie gehen wir um mit Unsicherheit und Angst? Jeder für sich und auch miteinander?
Mich freut in diesen Tagen zu sehen, wie Menschen aus der Unsicherheit heraus aktiv werden, Hilfe anbieten und fragen: „Geht es Dir gut? Kann ich Dir helfen? Was brauchst Du gerade?“

Umgehen heißt auch REDEN!
Sprich mit deinen Lieben, Freunden und Kollegen über die Unsicherheit und auch über deine Ängste!
Es hilft, sich auch mal so richtig „auszukotzen“, weil es eng ist zu Hause, der Teenager eben keinen Bock hat auf Vokabeln, die Partnerin das Wohnzimmer zum Büro gemacht hat … .

Telefoniert, macht Video-Dates aus, vernetzt euch, unterhaltet euch vom Balkon aus und bleibt in Verbindung! Das stärkt uns, gibt Rückhalt und Zuversicht und nimmt die Angst.

Auch ich biete oft gerade einfach nur Gespräche an.  Zeit zum Austausch, oder auch zum „Auskotzen“, Einsamkeit vermindern, Hoffnung schöpfen und die Angst auch mal vergessen …

Das hilft auch Chefs, denen jetzt die Aufträge weg brechen und die ihre Leute in Kurzarbeit schicken müssen! Oder nicht wissen, wie sie das jetzt machen sollen mit dem Home-Office, nach Ideen suchen, wie Abstand möglich und Nähe nicht verloren wird …
Auch für’s Nachdenken über das „DANACH“ ist ein offener Austausch im Gespräch ganz hilfreich …

Aber das ist schon ein Thema für’s nächste Mal …

Inzwischen gilt: Bei Redebedarf – einfach mal KONTAKT aufnehmen!
Bleibt gesund!

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