Dieser Tage musste ich schmunzeln, als ich in meiner Twitter-Timeline diesen Tweet gelesen habe:
„New Work bedeutet zuallererst, eine „bedeutungsvolle“ Aufgabe zu tun – und Führungskräfte zu haben, die diese Bedeutung erzeugen und für ihre Mitarbeiter da sind. New Work heißt nicht – pardon –, den gleichen Mist wie vorher, nur schneller zu machen.“ (Tandemploy)

Es ist tatsächlich so, dass in einigen Firmen das Thema „New Work“ auf diese Weise interpretiert wird. Da heißt es dann: „Wenn das jetzt alle so machen, probieren wir das auch mal aus…“
Die Vorstellungen gehen hier weit auseinander. Neulich hörte ich auch: „Das ist Klasse, wenn dann die Leute alle so motiviert zur Arbeit kommen… “ und „Wenn meine Angestellten dann so richtig Spaß haben, sinkt sicher der Krankenstand…“.

Ähm… Nein!

Die Leute haben nicht mal eben so richtig Spaß, weil ihnen verkündet wird, wir machen das jetzt auch mal mit New Work. Es muss sich ernsthaft etwas tun in der Organisation. Es muss sich etwas verändern!

In einem Hotel in dem ich neulich war, hatte die Direktion die Idee im Servicebereich (Restaurant und Bar) neue Formen der Organisation zu testen und diese dann nach und nach im ganzen Betrieb einzuführen.
Die Mitarbeiter sollten künftig auf kurzen Wegen Ihre Verbesserungsvorschläge an den Mann bringen können und sofort an der Umsetzung verantwortlich beteiligt werden.
Die Dienstzeiten standen auf dem Prüfstand und auch der Dienstplan sollte in der Zukunft auf Selbstorganisation umgestellt werden.

Leider fand der Chef des Restaurants die Idee nicht gut.
Zitat: „Seine Leute könnten mit soviel Freiheit nicht umgehen.“ und: „Gute Ideen kommen bei ihm immer an.!
(Von der Umsetzung sagte er leider nichts.)
Und außerdem habe er seine Abteilung super im Griff und das braucht es alles nicht …

Seine Argumentation war ein Klischee, aber was meinen Sie, was passierte?
Genau.
Nichts!
Es dauerte etwa eine halbe Stunde und alle Ansätze zur Veränderung waren vom Tisch.
Naja, wenn das alles so gut klappt, wozu dann etwas ändern fragte sich die Direktion.
Bis zu dem Punkt, an dem die Mitarbeiter gefragt werden, was sie davon halten würden… – kamen wir nicht mehr.

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