Einfach mal inne halten

Weihnachten und die Zeit „zwischen den Jahren“ ist eine Zeit in der viele von uns ein wenig Luft haben um Durchzuatmen. Die Dinge ruhiger anzugehen und Zeit mit sich selbst zu verbringen.

Der perfekte Zeitpunkt um zu Reflektieren und zu schauen, was war gut im letzten Jahr. Was war „Katastrophe“? Und wie kam es dazu? Was will ich mitnehmen, was lieber nicht?
Der perfekte Zeitpunkt um sich seine Ziele anzuschauen. Wo wollte ich hin? Wollte ich denn überhaupt wo hin oder bin ich so durch’s Leben „gestrudelt“

Es müssen ja nicht immer gleich die großen Ziele sein, wie der Jackpot im Lotto, das Haus im Süden und der Posten als Chef.
Vielmehr sollten wir uns auch mal unsere kleinen Ziele ansehen, die, welche wir mit dem gehetzten Blick in die Zukunft nicht auf dem Schirm haben.
Ein paar Stunden Zeit für uns, mit den Kindern, Enkeln – lieben Freunden.

Ich habe mich kurz vor dem 1. Advent vor mir selbst erschreckt. Warum? Ich habe ein Aha – Erlebnis gehabt, was so bezeichnend ist in unserer schnellen „Dauerstress-Gesellschaft“.
Ein Plakat in meiner Straße erzählte mir, es gibt einen Weihnachtsmarkt im Ort, am ersten Adventswochenende … Und dann schreiben die da das Datum drauf. Ich lese es und mein erster spontaner Gedanke war: “ … das jetzt nicht auch noch!“

In dem Moment habe mich gezwungen mal Luft zu holen und einen Schritt zurück zu gehen.
Was war da passiert? Warum „nervt“ mich das jetzt? Was ist denn wirklich so wichtig, dass ich mich nicht einfach darauf freuen kann?

Weil die Adventszeit jedes Jahr zu früh kommt? Stimmt.
Aber sie kommt ja nicht unerwartet ;O)
Und es macht Sinn, einmal bewusst wahrzunehmen, was da mit uns passiert und „was“ uns da eigentlich durch diese „stade Zeit“ hetzt.
Unsere Ansprüche an ein „schönes Fest“, der Jahresabschluss in der Firma, der eigene Druck und Perfektionismus und, und , und
Was davon braucht es wirklich? Was ist schlicht Programmierung? Was kann weg?

Ich habe bewusst für mich entschieden, diese Zeit jetzt einfach zu genießen.  Über Weihnachtsmärkte bummeln, Freunde treffen und gemeinsame Zeit erleben, nicht alles perfekt zu machen, einfach auch mal Nichts zu tun.
Und an den Weihnachtstagen werde ich mir Zeit GEBEN um mein Jahr zu reflektieren, neue Ideen zu entwickeln und zwischendrin einfach mal nur schauen und faul sein.
Beim „Nichts-Tun“ macht unser Gehirn nämlich tolle Sprünge ins Reich der Kreativität, der Selbsterkenntnis und der Phantasie.

Aber das ist schon ein Thema für den nächsten Beitrag …

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