Längst bekannt ist die Tatsache, dass motivierte und zufriedene Mitarbeiter mehr leisten als nur „Dienst nach Vorschrift“. Ohne diese Menschen wird ein Unternehmen schlicht (früher oder später) vor dem Wettbewerb kapitulieren müssen ..

Engagierte und Motivierte Mitarbeiter – jeder  wünscht Sie sich, aber nicht überall erkennt der Chef, dass er Sie bereits hat.

Ein Dilemma für Führende, wenn die Folgenden (in ihren Augen) nicht engagiert arbeiten. Das ist einer der Knackpunkt an der Sache. 
Die Sicht auf die Dinge.

Gerade im Dienstleistungs- und Servicebereich ist es wichtig, dass die Menschen selbst denken und handeln „dürfen“ – nur so gehen sie aus eigenem Antrieb die „Extrameile“. Machen mit einer kleinen freundlichen Geste und persönlichem Engagement einen vielleicht gerade noch „grummeligen“ Kunden zum glücklichen Kunden.

In den Augen der Führenden fehlt es immer noch zu sehr an Vertrauen in die Menschen, welche ihrer Führung anvertraut sind.
Dabei sehen viele das Engagement im Tagesgeschäft nicht, welches ihre Mitarbeiter an den Tag legen.
Ihnen wird per se unterstellt, sie würden stupide ihre Arbeit tun und Aufgaben abhaken ohne sich wirklich ins Unternehmen einzubringen. Oft ist es echte Misstrauen, was da rüber kommt.

Ein Fehler!

Denn dies ist einer der Gründe, warum viele Mitarbeiter dies mit gleichem Misstrauen gegenüber der Führungskraft vergelten und oft genau aus diesem Grund in das Schema „Dienst nach Vorschrift“ zurückfallen.
Sie erfahren keinerlei Wertschätzung für gezeigtes Engagement, oft wird es einfach nicht wahrgenommen. Demzufolge nicht wertgeschätzt und thematisiert. Nach und nach kündigen sie dann innerlich und gehen ganz sicher nicht motiviert durch den Arbeitstag! Dann dauert es meist nicht mehr lang und man kündigt tatsächlich.

Einmal mehr zeigte die aktuelle Gallup Studie: 87 Prozent der Arbeitnehmer (blödes Wort übrigens) verspüren keine wirkliche Verpflichtung in ihrem Job.
68 Prozent aller Beschäftigten machen tatsächlich „Dienst nach Vorschrift“ und 19 % haben bereits innerlich gekündigt.
Der Engagement Index von Gallup misst jährlich die „emotionale Bindung“ an den Arbeitgeber (auch blödes Wort). Seit sechs Jahren bleibt der Anteil derer gleich, die keine oder nur eine geringe emotionale Bindung im Job empfinden.

Können sich Unternehmen das in Zeiten des vielzitierten „Fachkräftemangels“ wirklich leisten? Sollte nicht ein anderes Denken Einzug halten, welches von Wertschätzung und Vertrauen geprägt ist? 

Wertgeschätzte und respektierte Menschen zeigen ein wesentlich höheres Engagement als solche, die sich unfair behandelt fühlen. Sie sind intrinsisch motiviert und gehen gern die „Extrameile“. 

Schade, dass viele Chefs dies noch nicht gemerkt haben. Vielleicht wissen sie es ja – theoretisch – ?
Das Mindset müsste sich aber – ganz praktisch – verändern!
Warum fällt es immer noch so schwer, einfach mal dem MENSCHEN neben sich zu vertrauen? Warum sehen viele nicht den Menschen, sondern den „Untergebenen“?

Besonders motiviert sind nämlich Menschen laut Studie: „… wenn sie respektvoll und wertschätzend behandelt werden, sich mit den Zielen des Unternehmen identifizieren können und (man höre und staune!) ein hohes Maß an Verantwortung und Selbständigkeit in ihrer Tätigkeit sehen…

Wow, man muss den Leuten einfach nur etwas zutrauen, ihnen vertrauen und auf Augenhöhe begegnen! 
Natürlich ist das nicht alles, aber es ist eine Basis, auf der vertrauensvolle Führung aufbaut, engagierte Menschen gern zusammen arbeiten und die Extrameile gehen.


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