Chancen für Organisationen

back view of businessman standing at workplace in office

Wie das Ende der Homeoffice-Pflicht eine Chance auf Wandel sein kann

Organisationsentwicklung, Transformation, Veränderung – gewaltige Worte und nicht mal eben getan. Allerdings stehen gerade jetzt die Zeichen günstig, um etwas zu bewegen, was bisher vielleicht immer dem „Haben wir schon immer so gemacht …“ zum Opfer gefallen ist.
Flexibler zu arbeiten, Vertrauen zu zeigen und die Menschen in der Organisation ernst und wahr- zu nehmen.
Denn unsere Arbeitswelt hat in den letzten beiden Jahren eine Menge an Veränderung erfahren, die vor dem März 2020 kaum jemand für möglich gehalten hat. Die Menschen haben sich bewegt, ja sich bewegen müssen. Und nun muss sich endlich auch die Führungskultur bewegen und etwas ändern.

Weg von Kontrolle – Hin zu Vertrauen.

Ja, ich weiß, überall hat das nicht so gut funktioniert. Es gab und gibt sie, die Vorgesetzten, die „ihre Leute“ nicht aus den Augen lassen wollen und meinen, nur mit Anleitung können erwachsene Menschen ihre Arbeit verrichten.
Ich frage mich in solchen Fällen tatsächlich, warum sie dann eingestellt worden sind …
Sie bringen die gewünschten Qualifikationen mit, sonst wären sie wahrscheinlich nicht im Unternehmen. Oder? Dann kann man auch davon ausgehen, dass sie ihren Job beherrschen ohne überwacht und „angeleitet“ zu werden.

Aber zurück zum Ende der Homeoffice-Pflicht in diesen Tagen.

Es gibt fast täglich Meldungen, warum nun aber wirklich endlich die Leute alle wieder zurück ins Büro kommen sollten. Und auch Meldungen und Studien, warum das auf keinen Fall passieren sollte. Ein „back to 2019“ wird es sowieso nicht geben, auch wenn sich viele das immer noch wünschen.

Es braucht gerade jetzt neue Wege in Führung und Organisation, um die Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren! Und: Es gibt nicht DAS eine Konzept, was alle überzeugen wird. Auch das sagen viele Umfragen.
Da gibt es die Mitarbeiter, die ENDLICH wieder ins Büro wollen, weil ihnen das Miteinander fehlt, sie zu Hause keine Möglichkeit gefunden haben, um ungestört zu arbeiten, sich isoliert fühlen etc.

Und es gibt andere, die sich wohlfühlen im Homeoffice. Sie können sich dort besser konzentrieren, besser organisieren, genießen die Mittagspause mit der Familie und sind froh, keine 2 Stunden am Tag mit An- und Abreise an den Arbeitsplatz zu verschwenden. Denn gerade das ist es, was in vielen Befragungen eine wichtige Rolle spielt, der Weg (die Zeit) zum Arbeitsplatz.

Sich mit seinen Leuten zu unterhalten, wie sie sich die Zukunft der Arbeit vorstellen ist ein wichtiger Punkt. Denn nur weil der Chef es prima findet, wieder alle, um sich zu versammeln, muss es ja nicht richtig sein. Es finden sich flexible und gangbare Wege, um hybrides und mobiles Arbeiten zu ermöglichen und langfristig in der Organisation zu leben. Auch hier gibt es keine Blaupause, die zu allen passt. Die Lösungen werden genau so individuell sein, wie es die Menschen im Unternehmen sind.

Fröhlich und voller Motivation zurück ins Büro kommen die Leute aber sicher nicht, wenn ein Unternehmer sagt: “ … dass „Führung und Anleitung von Mitarbeitern am besten vor Ort persönlich funktioniert“ und sich „Low-Performer im Homeoffice geoutet hätten …“. (Interview in der Zeit und Artikel bei businessinsider.de)

Es mag diese „Einzelfälle“ geben, aber ganz sicher ist die Mehrheit im Homeoffice ebenso, wenn nicht mehr: produktiv, kreativ und motiviert. Manchmal würde vielleicht auch diesem Chef ein persönliches Gespräch mehr Informationen und Einblicke ins Leben seiner Mitarbeiter*innen geben, als pauschale Vorurteile zu manifestieren.

Im Team darüber zu sprechen, wie die Zukunft für und mit allen gestaltet werden kann, zeigt vielleicht kreative Lösungen auf, an die noch keiner gedacht hat? Stoßt ein Denken an, darüber wie wir künftig Prozesse gestalten, uns organisieren wollen. Und auch, wie das Unternehmen auf andere kommende Herausforderungen reagieren kann, Transformation gelingen kann und die komplexer werdende Arbeitswelt zusammen gestaltet werden …

Wichtig ist, die Menschen ernst zu nehmen, ihre Stimme zu hören und sie (mit)entscheiden zu lassen. Das zeugt von Vertrauen und tut allen gut!

Und vielleicht muss man dann auch nicht immer wieder lesen, man solle die „Mitarbeitenden mitnehmen“.

Sie gehen dann voran ;O)

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