Bedürfnisse

bedürfnisse erkennen

2022 erkunde ich alles rund um „Bedürfnisse“ …

Das Wort „Bedürfnisse“ ist in diesem Jahr mein ganz persönliches Arbeitsthema. An und mit mir selbst. Letztes Jahr waren es „Grenzen“. Da ging es unter anderem darum, die eigenen Grenzen finden … oder auch Grenzen zu setzen … Etwas was auch immer wieder in Coachings auftaucht. Vor allem in den Coaching Gruppen habe ich das Thema oft mit den Teilnehmer*innen behandelt. Interessanterweise fast nur mit Teilnehmerinnen – Männer haben da vielleicht nicht so viele Probleme?


In diesem Jahr ist nun „mein Wort“ – Bedürfnisse.
Was ist das eigentlich und was hat es mit „dürfen“ zu tun?

Tatsächlich habe ich dazu etwas recherchiert und dabei herausgefunden, dass BEDÜRFEN als Verb von kommt „bedurfen“ und „bithurfan“ kommt und eine Weiterentwicklung von „dürfen“ in einer nicht mehr gebräuchlichen Bedeutung von (und jetzt wird es interessant) – „etwas nötig haben“ ist.

Wir alle haben natürlich schon von der Maslowschen Bedürfnispyramide gehört. Er unterscheidet aufeinander aufbauende Bedürfnisgruppen und geht davon aus, dass vorhergehende Bedürfnisse erfüllt sein müssen, damit die anschließenden erfüllt werden können. Mir persönlich geht es aber nicht allein um den theoretischen Exkurs zu Maslow. Ich möchte für mich persönlich ergründen, was ich auf vielen Ebenen mit dem Begriff „Bedürfnisse“ verbinde und auch, woran es sich rund herum zu arbeiten und vielleicht genauer hinzuschauen lohnt.

(M)ein Bedürfnis ist also etwas, was ich „nötig habe“, ein Verlangen, ein Wunsch … Wir wissen alle wie das ist mit dem „Wünschen“ ;O) Gern und oft kommt dann der Spruch: „Das Leben ist kein Wunschkonzert!“ Und: „Wir können ja schließlich nicht alles haben!“
Allerdings sehe ich das BEDÜRFNIS nicht nur als einen Wunsch an. Denn ich habe es wirklich wirklich nötig, wenn ich etwas als Bedürfnis sehe. Es ist also mehr ein Verlangen, etwas Existenzielles, etwas was ein Mensch braucht um im Gleichgewicht zu sein. Schließlich sind unsere Bedürfnisse sind auch solche existenziellen Dinge wie Essen und Schlafen, das sind Grundbedürfnisse. Und wenn diese nicht erfüllt werden ist nix mehr mit Gleichgewicht.

Das gilt auch für das Bedürfnis nach sozialer Interaktion. Ich schätze, wir alle können nach den letzten 2 Jahren lebhaft nachvollziehen, das dies eines der Grundbedürfnisse ist. Auch hier geht es uns nicht wirklich gut, wenn es nicht befriedigt wird. Nicht gleich und auch nicht so, dass wir sofort total unglücklich wären. Aber mit der Zeit ist es doch immer schwieriger… Das kann glaube ich gerade jeder nachvollziehen ;O)

Denn soziale Interaktion ist auch Gemeinschaft, Erholung, Ausgleich, Wohlfühlen, Liebe, Freundschaft … Alles unsere Bedürfnisse.

Sind sie befriedigt, fühlen wir uns wohl und sind ausgeglichen. Fehlt uns etwas, fühlen wir uns nicht wohl, haben schlechte Laune, können uns selbst nicht leiden ….

Noch schwieriger wird die Betrachtung, wenn ich mir bewusst mache, dass wir uns heutzutage nicht mehr auf die Maslowschen Grundbedürfnisse wie Essen, Schlafen, Sex beschränken (lassen), wie es vielleicht noch unsere Vorfahren getan haben. Wir haben so viele Bedürfnisse mehr! Da sind Wünsche nach z.B. Wertschätzung, Anerkennung, Selbstverwirklichung …
Und noch vertrackter wird es, wenn wir uns manchmal eingestehen müssen, dass wir unsere Bedürfnisse selbst gerade nicht kennen. Oder nicht äußern können.

Dann merken wir zwar: „Ey, irgendwas ist da nicht gut, nicht im Gleichgewicht. Aber ich kann nicht wirklich äußern, was es ist.“ Da spielen unsere inneren Anteile vielleicht gerade gegeneinander? Stabilität und Sicherheit wollen dem Bedürfnis nach Abenteuer und Aufbruch momentan keinen Raum lassen?
Wir merken aber nur, dass es da etwas gibt, mit dem wir uns beschäftigen sollten, weil es uns ein ungutes Gefühl gibt.
Wir nicht im Gleichgewicht sind …

Genau deshalb habe ich mir dieses Wort für 2022 ausgesucht. Aber nicht nur meine Bedürfnisse werden eine Rolle spielen, sondern beispielsweise auch die Frage: Was hat die Gesellschaft / Gemeinschaft für Bedürfnisse? Was hat mein Gegenüber für Bedürfnisse? Welche Strategien nutzen wir alle um Bedürfnisse zu äußern oder eben nicht? Wie können wir unsere Bedürfniswelt erkunden?

Ich freue mich auf diese spannende Reise rund um die Bedürfnisse und halte euch hier auf dem Laufenden, was dabei passiert. Übrigens werden die Bedürfnisse auch in den neuen Themen für die Coaching Gruppen eine Rolle spielen. Wenn du Lust hast melde dich doch einfach gleich an und begleite uns ein Stück des Weges!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Indem du hier kommentierst akzeptierst du unsere Datenschutzbedingungen. Bitte lies dir die Datenschutzerklärung durch und akzeptiere sie.